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Das wäre ein Grund, hinzugehen.

am 15.06.1995 00:00:00 Uhr von Ralf Geschke, Tags: ZdZ

Vier Stunden vergangen wie nichts.
Oder auch zwei.
Was ist die Mission,
wer übermittelt unsere Vision?
Dunkel jener Tag,
erleuchtet die folgende Nacht.
Verregnet und windig war's,
doch wo findet jetzt Kirche statt?
Angestrahlt statt übermalt,
aus dem Bewußtsein des Versuchs hervor,
wir gingen entlang, damals für mich empor,
noch Stunden, nein Tage Deine Stimme im Ohr.
Einmal die Erinnerung,
Stimmung der längeren Reden,
Motive niemals kurz oder knapp,
außerdem wieder außer mir gewesen.
Bewegt, munter und angeregt,
im Regen der vergessenen Zweifel,
die Arme verschränkt,
den Kopf gesenkt,
durch Fieber gerannt,
auf Fluren verbrannt.
Wiese war, wo heute Häuser stehen,
noch früher wäre besser gewesen,
wie lange ist es mitunter her,
fühle ich mich heute ebenso leer?
Was schien einst leicht,
wurde dennoch nie erreicht.
Bisher.
Und?
Dann.
Doch.
Ha!
Der Horizont erhellt,
beinahe wie bestellt,
jeder benötigt sein eigenes Geld,
in Träumen öfters geschickter angestellt.
Geschlafen und geträumt zu viel,
denn ab gestern beginnt das Spiel,
von morgens bis die Nacht versinkt,
frühere Philosophie mittlerweile hinkt.
Statt lesen leben,
statt schreiben bleiben,
statt sehen stehen,
und fahren an erhellte Plätze,
zu prächtigen Erhebungen,
zum Trotz der gebrochenen Gesetze,
daß bersten sicherste Verstrebungen.
Wenn die Normalität ihre Segel streicht,
alle Maße der Straßenmusikant eicht,
und gar Gedanken lernen fliegen,
was gibt's dann noch hinzubiegen?
Die Stadt als Odyssee des Morgengrauens,
ein Ort des fortwährenden Bauens,
es brodelt und gluckert drinnen,
doch niemand sieht die Tränen rinnen.
Halt!
Eintritt bezahlt?
Ja!
Alles klar!

Ralf Geschke
15.06.1995

Zuletzt geändert am 15.06.1995 00:00:00 Uhr

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